Heute ist ein ganz normaler Freitag. Überall. Nur nicht in Baden-Baden. Da ist heute gar nichts mehr normal und auch der TeNo Store Baden-Baden hat geschlossen. Quasi staatlich verordnet, denn er liegt in der Sophienstraße und die liegt mitten im Sperrgebiet. Abgesperrt und geschützt von 15.000 Polizisten, das sind mehr Beamte, als Menschen auf den Straßen. Der SWR3-Online-Reporter Björn Bartel beobachtet die Geschehnisse rund um den NATO-Gipfel und bloggt sie mit dem Fotohandy hier im SWR3 NATO Fotoblog.
Um 15.15 Uhr sollen die begehrtesten Teilnehmer des Gipfels – Michelle und Barack Obama – in Baden-Baden ankommen und während der Anfahrt zum Rathaus können Bürgerinnen und Bürger im Bereich des Leopoldplatzes und der unteren Sophienstraße bis zur Bäderstraße den Konvoi mit dem amerikanischen Präsidenten sehen. Das ist in ungefähr einer viertel Stunde. Den weiteren Zeitplan des Gipfels findet man hier.
Was haltet Ihr vom NATO-Gipfel mit all seinen Begleiterscheinungen?
Natogipfel in Baden-Baden














Meine Meinung:
Ich oute mich als Fan von Barack Obama und halte ihn für einen Hoffnungsträger. Dennoch bin ich enttäuscht. Angesichts der weltweiten Wirtschaftskrise und der leeren Kassen überall hätte ich ihm zugetraut – und auch von ihm erwartet – dass er sich dafür einsetzt, dass man diesen Gipfelzirkus, der vermutlich wieder Milliarden verschlingt, abschafft.
Warum mit so einem Aufwand, wo es doch auch Skype & Videokonferenzen gibt? Und wenn sie sich alle persönlich treffen wollen, was ja auch manchmal Sinn machen kann, warum dann nicht einfach mal ohne großen Aufwand, ohne Ankündigung, quasi in aller Stille? Und hinterher werden dann die Ergebnisse veröffentlicht. Das wäre effizientes Arbeiten.
Von diesem Schaulaufen der Macht hat doch niemand was. Bis auf die, die daran verdienen.
Sehe ich genauso. Ein Treffen in aller stille auf dem Land – ohne Ankündigung, ohne Presse, ohne lange Häckmäck vorher. Es müssen sich doch 20 Personen unbemerkt auf der Welt treffen können…! Vielleicht denken wir aber zu einfach und sind nicht gebildet.
Ein Treffen auf hoher See (Aida) wäre doch auch möglich. So bleibt “Otto-normal-Wähler” jedenfalls unbelästigt.
Guter Vorschlag Ludger!
Zur besseren Landung schlag ich einen Flugzeugträger vor – der ist möglicherweise nicht so komfortabel wie die “Aida” aber einfacher zu verteidigen – gegen mögliche Piraten usw. ;-)
Sollen sie sich doch im weißen Haus treffen, dort sollten die nötigen Sicherheitsvorkehrungen deutlich günstiger sein als in einer normalen Stadt.
Andererseits habe ich auch nicht gerne so große Partys in meiner Wohnung :)
Gerhard